Die Einweggrill Seuche – Unsere Wegwerfgesellschaft

Das Thermometer steigt wieder. Es ist heiss und die Seen und Flüsse locken mit ihrem kühlen Nass.

Wir haben unser geheimes Plätzli an der Emme: Ein breites Flussbett mit seichten langsam fliessenden Stellen für die ganz Kleinen aber auch mit einer tiefen Badestelle wo es sogar zum Reinspringen reicht. Zwischen den typisch runden Emmesteinen gibt es einige Sandbanken. Kurz gesagt: Unser idyllisches Plätzchen für den heissen Sommertag.

Neben Sonnencrème, Badehose und Strandtuch darf natürlich die Cervelas nicht fehlen. Holz gibt es genügend und die Brandgefahr ist zwischen Stein und Sand sehr gering. Beste Bedingungen für ein gemütliches Feuer, welches auch noch nach Sonnenuntergang wärmt.

Holz sammeln, anzünden und warten bis sich das zarte Flämmchen mühsam von den dünnen Ästchen ernährt, bis schliesslich nach ein paar Lungen Rauch endlich die Flammen lodern. Es ist jedes Mal eine kleine Geduldsprobe und dafür umso befriedigender.

Nicht jeder ist der leidenschaftliche Feuermann. Sicher gibt es viele, für welche das Feuer lediglich Mittel zum Zweck ist, um die Cervalas zu bräteln. Die Industrie hat dazu das fast perfekte Produkt erfunden: den Einweggrill.

Bereit um überall und jederzeit anzuzünden: Grillanzünder, Kohle, Rost. Alles dabei. Je nach Qualität reicht die Kohle gerade mal für eine paar Cervelas oder dann eben auch für ein dickes Steak.

Doch welche Schande:

  1. Den Müll liegen lassen. Ja klar ist der Grill noch einige Zeit heiss, doch das ist noch lange kein Grund, ihn einfach liegen zu lassen.
  2. Es ist ein symptomatisches Problem unserer Einweg- und Wegwerfgesellschaft. Brauchen und wegwerfen, weil es halt so praktisch ist.

Schade. Und so treffe ich an unserem idyllischen Plätzchen verwaiste Einweggrills an, welche vom nächsten Hochwasser erfasst werden und im besten Fall in einem Rechen landen oder aber sonst irgendwo das Ufer verunreinigen.

Daher neu in unserem Sortiment: Der Schweizer Taschengrill.